CeBit 2010
Ja, auch dieses Jahr war ich (am 6.3.2010) wieder auf der CeBIT in Hannover. Anstatt der üblichen Begleitung fuhr ich dieses Jahr alleine und traf mich vor Ort dann mit meinem Clan, was die diesjährige CeBIT zu einem eher unterhaltsamen und lustigen, als informativ futuristischen, Ausflug machte.
Im folgenden erklärt sich dann auch warum es dieses Mal keine Fotos von niegel nagel neuer Technologie gibt; Es gab einfach nichts neues. In meinen Augen hat sich sogar einiges zurückentwickelt. Letztes Jahr noch zeigte IBM diese leuchtenden Kugeln um Cloud Computing darzustellen, dieses Jahr waren es nurnoch zwei Flatscreens welche einen bunten unscharfen LSD-Trip anzeigten und auf einer genau so bunten und nutzlosen Scheibe auf und ab fuhren.
Wie man im vorraus schon hörte, waren die Hallen der asiatischen Hardwarehersteller annektiertes Gebiet welche eine für ostasiatische Verhältnisse angemessene Bevölkerungsdichte aufwiesen. Zu sehen gab es aber auch dort nur den selben Kram wie letztes Jahr – lediglich hier und da verbessert.
Die neue Halle der Intel Extreme Masters, welche zum leid einiger meiner Clanmates erst ab 16 Jahren zu betreten war, hätte man sich sparen können. Harter Techno, auf großem grauen Teppichboden hockende Menschen, welche acht Bildschirme auf einer Bühne betrachten auf denen ein Intel-Logo und andere Werbung zu sehen war, sowie auf der Bühne an PCs sitzende (wahrscheinlich) Spieler, welche wiederrum aßen und tranken aber nicht spielten. Komischerweise fanden die meisten dort Anwesenden die Verzehrvorführung der anwesenden ESL-Spieler faszinierend und befanden sich geradezu in Extase. Ich war nach einer Minute wieder draußen.
CeBIT Sound – so nannte sich ein weiterer neuzugang der Ausstellungen, in dem es im linken Hallendrittel darum ging Menschen auf einer Bühne zuzuschauen wie sie Geräte zur Soundaufname und -wiedergabe ausprobierten. Im mittleren Hallendrittel konnten kleine Kinder E-Drums ausprobieren und die Sau rauslassen und im rechten Hallendrittel durfte man Netzwerk- (z.B. Warcraft3) und 3D-Spiele (z.B. Avatar) spielen und sich mit anderen Messebesuchern messen. Was das allerdings mit Sound zu tun hatte wusste niemand.
An Werbegeschenken mangelte es genauso wie an Neuerungen – Nach 3 Einhalb Stunden CeBIT nur eine 30-Tage Testversion von Kasperskys Antivirenlösung ist erbärmlich. Ein Brötchen im CeBIT-Bistro für fast 4 Euro genauso unerhört.
Hoffentlich wird es nächstes Jahr wieder besser, wenn “Push your Business” bei den meisten durch diese CeBIT funktioniert hat. Vorraussichtlich bin ich dann auch wieder mit meinem Clan vor Ort.