CeBIT 2011
So, nun gibt es ihn doch, meinen CeBIT-Bericht. Wie erhofft war ich wieder mit meinem Clan dort.
Letztes Jahr wurde das Business anscheinend noch nicht genug gepusht, so war das Motto der diesjährigen CeBIT das selbe. Immerhin gab es dieses Jahr das ein oder andere Neue, wenn auch auf einem noch kleiner geschrumpften Messegelände, zu begutachten. Somit waren 3D-Bildschirme für die man keine Brille brauchte und iPad Konkurrenz-Tablets mit von der Partie.
Während der 3D Effekte der neuen Bildschirme nur aus einem bestimmten Abstand ein korrektes Bild lieferte, boten die neuen Tablets volle Funktionalität, angeblich sogar mehr als das iPad; so wurden ein SD-Kartenslot und ein USB-Anschluss ohne Spezialstecker bei ASUS als die Innovationen angepriesen, welche dem iPad fehlen.
Im CeBIT Sound war dieses Jahr auch “CeBIT Sports & Health” untergebracht, wo man Tischtennis auf verschieden großen Tischtennistischen gegen andere Messebesucher spielen, Virtuelle Berge mit dem Ergometer bezwingen und Ruderduelle bestreiten durfte. Dazu gab es schlechte Unterhaltung von einem Entertainer, welcher meinte allemöglichen Hits der letzten 30 Jahre Karaoke singen zu müssen.
Auf der eigentlichen CeBIT Sound bühne gab es diesmal keine Geräte mehr, sondern nurnoch “debile Debatten” über z.B. die Zukunft des Webradios auf Mobilgeräten, ummalt von Scheinwerfern. Vielleicht war hier unter der Woche mehr los. Gejamt und gerockt wurde dafür gegenüber des Sound-Bühne bei einem Austeller, welcher Messebesuchern auf digitalen Instumenten erlaubte mit einander zu Spielen. Als sich einige talentierte Musiker gefunden hatten, wurde ein 20 minütiger Jam aufgenommen, welcher sich durchaus hören ließ.
In der “Golden Mall”, den asiatischen Herstellerhallen, gab es kaum noch Ware zu bestaunen. Alles war und wurde an zahlungskräftige Messebesucher verkauft. Ob das Überleben der jeweiligen Firma von diesen Einkünften abhing, kann man nur mutmaßen, so oder so schade, dass es dort kaum Produkte mehr zu sehen gab. Wenigstens die teilweise luxuriöse Möblirung durfte zum Rasten und Reden genutzt werden.
Den echten “GLONASS-K” Navi-Satelliten gab es wirklich, allerdings in eine dicke angemalte Schutzhülle eingepackt und mit zusätzlichen Verhüterli um Antennen und andere sensible Punkte. Somit war von der Technologie die darin steckte nichts mehr zu sehen und das erlaubte Anfassen machte auch wenig Sinn.
Werbegeschenke waren nach ca 5 Stunden CeBIT ein halfsize Kugelschreiber, eine kleine Plastikbüchse Pfefferminzbonbons und ein Gutschein für ein Bluetooth-Headset von Pearl (diese Gutscheine verdreckten das gesamte Messegelände und wurden an jeder Ecke verteilt). Drei mal so viel wie letztes Jahr, wo Ich nur ein einziges Werbegeschenk erhielt.
Nächstes Jahr wird es dann warscheinlich nicht mehr die CeBIT sondern die GamesCom auf der wir (mein Clan und Ich) uns treffen. Schade dass eine einst atemberaubende Messe mit etlichen Neuerungen und Innovationen so abgesackt ist.
Jeder Leser ist natürlich herzlichst dazu eingeladen, seine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in einem Kommentar mit zu teilen.
